Füllungen



Wann ist eine Füllung notwendig?

Das ist eine gebrochene Füllung oder eine alte Füllung, ohne sichtbare Karies, mit Randspalten, in denen sich Bakterien sammeln und dort unbemerkt eine Karies verursachen können.

Der Übergang von intakter zu defekter Füllung ist fließend. Wir versuchen grundsätzlich die Entscheidung zur Erneuerung im „mittleren Bereich“ zu treffen, gehen aber auch gerne auf Ihre individuellen Wünsche ein.

Eine Erneuerung ist nötig, um das Risiko einer Wurzelbehandlung oder sogar Extraktion, bei einer sich unbemerkt ausbreitenden Karies, zu vermeiden.

Ist „Zahnfäule“ durch Bakterien im Dentin verursacht.

Die Karies ist meist eindeutig zu diagnostizieren, und zwingend mit einer Füllung zu versorgen.

Allerdings ist auch hier der Übergang von einer nicht behandlungsbedürftigen Entmineralisation im Schmelz zur Karies im Dentin nicht immer eindeutig zu bestimmen.

In diesen Fällen werden wir den entsprechenden Bereich röntgen oder eventuell nur kritisch beobachten.

Amalgam wird in unserer Praxis, wegen der hohen Toxizität des zu ca. 50% darin enthaltenen Quecksilbers, nicht verarbeitet.

Wir empfehlen Ihnen den Austausch Ihrer alten Amalgamfüllungen durch hochwertige biokompatiblere Alternativen.

Gerne beraten wir Sie über Ihre individuellen Möglichkeiten.

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Welche Materialien sind möglich?

ohne Zuzahlung für Kassenpatienten

Vorteil: schnell, einfach und günstig

Nachteil: geringe Haltbarkeit (ca. 3 Jahre), schlechte Ästhetik, keine großen Füllungen möglich

Zuzahlung für Kassenpatienten

Vorteile: gute Ästhetik, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, verbesserte Haltbarkeit (ca. 6 Jahre), in einem Termin abgeschlossen, beste Lösung für Frontzähne

Nachteile: keine sehr großen Füllungen möglich, Haltbarkeit im Seitenzahnbereich eingeschränkt.

Zuzahlung für Kassenpatienten

Wir empfehlen generell ein - allen anderen Füllungsalternativen weit überlegenes - Inlay zur perfekten Füllungstherapie im Seitenzahnbereich. Viele Zusatzversicherungen übernehmen die entstehenden Kosten. Gerne beraten wir Sie über Ihre individuellen Möglichkeiten zum Austausch Ihrer alten Füllungen mit hochwertigen Inlays.

A) CEREC-Inlay

Computergescanntes und -gefrästes Keramikinlay, direkt am Behandlungsstuhl, in einem Termin

Vorteile: bestes Preis-Leistungs-Verhältnis, kein unangenehmer Abdruck, nur eine Sitzung, hohe Haltbarkeit (ca. 11 Jahre), auch größere Füllungen möglich, beste Körperverträglichkeit (Biokompatibilität der Keramik)

Nachteile: gute, jedoch eingeschränkte Ästhetik (standardisierte Farbe und Form), Passung nicht perfekt (Toleranz der Computerscannung), sehr tiefe Füllungen nicht möglich

B) Laborgefertigtes Keramikinlay

beste Lösung

Vorteile: beste Ästhetik, beste Haltbarkeit (ca. 13 Jahre), perfekte Passung, auch große Füllungen möglich, beste Körperverträglichkeit (Biokompatibilität der Keramik)

Nachteile: Preis, aufwändig (zwei Termine)

C) Laborgefertigtes Goldinlay

beste Lösung für extreme Bruxer ("Knirscher", "Presser")

Vorteile: beste Haltbarkeit (ca. 13 Jahre), perfekte Passung

Nachteile: Ästhetik, Preis, aufwändig (zwei Termine), Inlay kann sich lösen (einfach wiederzubefestigen)


Wie lange hält eine Füllung?

Die Haltbarkeit wird von vielen Faktoren bestimmt. Ein Hauptkriterium ist das verwendete Material. Die hier angegebenen Durchschnittswerte können allerdings stark nach oben und unten abweichen, da auch Größe und Belastung der Füllung, aber auch Form und Lage und vor allem die individuelle Zahnpflege, starken Einfluss auf die Haltbarkeit haben.

Bei extremen Bruxern („normales Knirschen“ ist meist problemlos) können wir, trotz der eingeschränkten Ästhetik, nur Goldinlays empfehlen, da alle anderen Materialien mit hoher Wahrscheinlichkeit, durch die extremen Belastungen, innerhalb kürzester Zeit brechen.

Bei kleinen Füllungen können Inlays auch mehrere Jahrzehnte überdauern.