Zusatzversicherung

Folgende Informationen sind auf dem Stand vom 01.01.06. Der kursive Text, den Sie jetzt lesen ist auf dem Stand vom 01.06.2008. Grundsätzlich gibt es keine großen Veränderungen zu 2006. Zur weiteren Information lesen Sie bitte den relativ guten FINANZTEST 04/07 und 10/05 und den relativ oberflächlichen ÖKOTEST 05/08. Zu den im folgenden verglichenen leistungsstarken Tarifen gibt es seit 7/07 den schweizer Tarif CSS-Top, der bei ähnlichen Beiträgen umfassende Leistungen für Implantologie, Zahnersatz, professionelle Zahnreinigung, Inlays, Füllungen, Parodontose-behandlung, Wurzelbehandlung, KfO und Funktionsdiagnostik, mit nur geringen Einschränkungen übernimmt. Dies scheint zur Zeit der leistungsstärkste Tarif zu sein. Nachteil: es werden keine Altersrückstellungen gebildet; die Beiträge steigen also mit zunehmendem Alter.

   Eine private Zusatzversicherung ist für alle gesetzlich versicherten Patienten mit dem Wunsch nach hochwertiger zahnärztlicher Versorgung (Keramikinlays als perfekte Füllungsversorgung, Zahnersatz, Implantate) zu empfehlen, um hohe Zuzahlungen zu vermeiden oder zu reduzieren, nachdem sich die gesetzlichen Krankenkassen weitgehend aus der Bezuschussung für Zahnersatz zurückgezogen haben.

Die vielfältigen Angebote unterscheiden sich extrem in Angebot und Leistung und lassen sich deshalb schwer vergleichen. Die Tücke liegt oft im Detail. Eine sehr gute Information ist im FINANZTEST 10/05 nachzulesen.

Die monatlichen Beiträge unterscheiden sich ebenfalls extrem, abhängig von der Leistung, Alter und Geschlecht.

Grundsätzlich gibt es die Möglichkeit Versicherungen mit geringen Leistungen abzuschließen, die im allgemeinen ca. 50-100% der Kosten für die einfachste „Kassenversorgung“ (z.B. Metallkrone aus Nichtedelmetall; Klammerprothese) abdecken, und dafür relativ günstige Monatsbeiträge erheben (ca. 5-15 € für eine 43 jährige Frau). Diese Versicherungen bieten z.B. die gesetzlichen Krankenkassen an und auch viele private Versicherungen (z.B.: Axa, Gothaer, UKV, Deutscher Ring, Bayerische Beamten – KK etc.) Bessere Versorgungen müssen allerdings noch mit hohen Eigenbeteiligungen bezahlt werden.

Für höhere Ansprüche eignen sich deshalb Versicherungen mit umfangreicheren Leistungen, die bis zu 85% des Gesamtrechnungsbetrags für hochwertige Versorgungen (z.B. keramisch verblendete Kronen, vollkeramische Kronen und Inlays, Implantate, Teleskopprothesen, professionelle Zahnreinigung etc.) übernehmen. Die Monatsbeiträge für eine 43 jährige Frau betragen ca. 18-30 €.

Hier ist es wichtig, sehr genau „das Kleingedruckte“ zu studieren, denn viele Versicherungen haben extrem viele Ausschlüsse oder gering bemessene Höchstgrenzen formuliert, die doch wieder zu hohen Eigenbeteiligungen führen können (z.B.: DKV Optident, Hansemerkur EZ).

Im Finanztestbericht sind diese Ausschlüsse mit 23 Fußnoten erfasst. Trotzdem konnten wir noch mehr „Fußangeln“ feststellen. Unter diesem Aspekt haben wir 3 Versicherungen noch mal genau durchleuchtet. Diese Informationen sind bei den Versicherungen telefonisch erfragt, um Ihnen einen möglichst detaillierten Überblick zu ermöglichen, sollten aber durchaus noch mal kritisch auf Vollständigkeit, Aktualität (Stand: November 2005) und Richtigkeit überprüft werden.

Generell besteht:

• eine Wartezeit von 8 Monaten
• ein Ausschluss für bereits geplante Behandlungen
• ein Ausschluss für ästhetische Keramikverblendungen im hinteren Bereich

Teilweise bestehen Ausschlüsse für bereits bestehenden Zahnersatz und Lücken.